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Tourenberichte 2007

 

Blümlisalphorn, 3’663müM vom 30. Juni/01. Juli 2007

 

Teilnehmer: Madeleine Bieri, Marcel von Allmen, Adrian Michel, Peter Stauffer

 

Leiterin: Therese Gertsch

 

Bergführer: Toni von Allmen

Am Samstag ist Treffpunkt um 11.15 Uhr bei der Öschinenbahn in Kandersteg. Nach einer angenehmen Fahrt mit der alten Sesselbahn folgt der lange Aufstieg in die Blümlisalphütte, 2840müM. Unterwegs begegnen wir einem Steinbock der neben dem Weg – in Griffnähe – am Felsen „leckt“. Er lässt sich von den zahlreichen Touristen nicht beeindrucken. Nach zwei kurzen Verschnaufpausen erreichen wir unser „Nachtlager“. Nach dem Zimmerbezug sitzen wir lange vor und neben der Hütte – je nach Wind – und plaudern über dies und das. Die einen stillen den Hunger, die andern geniessen die Hüttenaussicht. Das Abendessen ist sehr fein, nur das Dessert lässt zu wünschen übrig. Gewisse Leute hegen die Absicht, noch ein Stück Kientaler Nusskuchen zu verschlingen... Toni bestimmt die Seilschaften und gemütliches Beisammensein rundet den Abend ab.

Um 03.00 Uhr weckt uns der Hüttenwart. Kurze Zeit später schaut Toni zur Türe herein und will sich vergewissern, dass alle fit und munter sind. Eine Stunde später stehen wir angeseilt vor der Hütte. Der Wind pfeifft uns um die Ohren und vom Vollmond ist leider nichts mehr zu sehen. Gemütlich steigen wir auf dem Blümlisalpgletscher östlich „ufem Stock“ vorbei in den Sattel zwischen diesem und der „Weissen Frau“. Hier werden schon mal die ersten Pullover ausgezogen. Ein wenig absteigend erreichen wir die Gletschermulde am Fuss des Blümlisalphorns. Die Mulde wird gegen den Rothornsattel gequert und über einen steilen Firnhang erreicht man den Sattel auf 3179müM. Hier errichteten wir ein Depot und trennten uns kurzfristig von den Wanderstöcken. Weiter folgt man, im unteren Teil etwas rechts haltend dem zunächst felsigen, dann schneeigen Nordwestgrat bis zum Gipfel. Die einzementierten Eisenstangen dienten uns als Sicherungshilfe. Zum Teil liegt Wassereis auf dem Felsen und der Wind fegt uns fast vom Grat. Marcel und Peter beschliessen nach ein paar Seillängen im Felsen in den Rothornsattel zurück zu kehren. Zu viert steigen wir weiter und erreichen den Gipfel kurz vor acht Uhr. Mit einer imposanten Aussicht auf die umliegenden Berggipfel und auf den Thunersee werden wir belohnt. Kurze Zeit später steigen wir ab und im Rothornsattel erwarten uns die beiden Zurückgebliebenen. Sie erzählen uns von einigen Seilschaften, die hier rechts umkehrt machten. Nach einer Rast steht uns der lange Abstieg bevor. Toni führt uns über ein Schneefeld, weiter über wegloses Gelände, um Felsen herum zur oberen Fründenschnur. Auf einem grünen Felsvorsprung gönnen wir uns eine kleine Verschnaufpause; die müden Beine danken es uns… Die obere Fründen-schnur entpuppt sich als ausgesetzten Pfad mit Tiefsicht auf den unter uns liegenden türkisblauen Öschinensee. Ich denke alle sind froh, als wir den Wanderweg zum oberen Öschinenbergli erreichen. Neben dieser schönen Alphütte kommen wir ohne Einkehr nicht vorbei. Nach einer weiteren guten Stunde sind wir müde, jedoch mit vielen schönen Erinnerungen am Ausgangsort zurück.

Im Tea Room Marmotte lassen wir die beiden Tage Revue passieren. Herzlichen Dank Toni für die sichere Führung und allen KameradenIn für die Teilnahme.

 

 

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© SAC Sektion Lauterbrunnen 2009