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Tourenberichte 2008 Lawinenausbildungstag 26.
Januar 2008
Teilnehmer: Rosmarie
Amstutz, Margrit und
René Feuz, Peter
Sulzer,
Madeleine Bieri
Leiter und
Bergführer: Toni von
Allmen
„Für ds Gmüet“
wollte Toni morgens
nicht direkt auf die
Lawinensuch-Übungsanlage
am Sunnigberg
sondern zuerst aufs
Schilthorn und zu
einer möglichst
schönen Abfahrt.
Während uns der Wind
die Ohren vereiste,
begutachteten wir
von der Terrasse aus
die diversen neuen
Grundlawinen, die an
verschiedenen Hängen
abgegangen waren –
eine Folge der
Tatsache, dass
Anfang Winter der
erste viele Schnee
auf noch nicht
gefrorenen Boden
gefallen war. Da
hatten wir gleich
das erste Kapitel
bei der Einschätzung
der Lawinengefahr.
Bei Kaffee, Gipfeli
und auftauenden
Ohren ging die
Theoriestunde im
Drehrestaurant
weiter: Was bedeutet
das Lawinenbulletin
genau? Wie
funktionieren die
verschiedenen
Ausführungen von
Barryfox-Geräten?
Wie organisiert man
sich für das
Absuchen eines
Lawinenkegels am
besten, als Gruppe
und als
Einzelperson?
Inzwischen war die
Sonne da und wir
machten uns auf die
Skis den Grat
entlang Richtung
Rote Härd und
anschliessend
hinunter Richtung
Rotstockhütten. Die
Verhältnisse waren
gut – mehrheitlich
tragend gefroren,
dazwischen
Pulverschneereste.
Im Tal hiess es,
Felle montieren, die
zu vielen
Kleiderschichten
abziehen –
unterdessen fror
niemand mehr an die
Ohren -, Augsteigen
gegen die Wasenegg
und dabei über zwei
Dutzend Gämsen
beobachten. „Pulver
gut“ dann von der
Wasenegg hinunter
bis ins Skigebiet.
Dann gings an den
Sunnigbärg auf die
Übungsanlage. Eine
grosse, umgepflügte
Schneefläche
erwartete uns, in
der sechs Sender
vergraben waren, die
sich einzeln an- und
abschalten liessen.
Die galt es in
verschiedenen
Kombinationen
(einzeln, zwei oder
drei gleichzeitig)
mit unseren
Suchgeräten und
Sonden zu finden.
Dabei gings auch
darum, wie eine
Einzelperson einen
Lawinenkegel
systematisch
abläuft, um wirklich
alle Flächen
absuchen zu können.
Weil der Schatten
kam und die Ohren
wieder kalt wurden,
gings vorübergehend
in die Beiz, dann
aber nochmals in den
Schnee, um das
präzise Orten von
zwei nahe
beieinander
liegenden Sendern zu
üben (und um Tonis
neues
Ultra-Funktionsgerät
gebührend zu
testen).
Die letzte
Ohren-Aufwärm-Runde
gabs zum Abschluss
beim Präsi in Mürren.
Es war sehr gut, die
Verschütteten-Suche
wieder mal zu üben
und wichtige
Elemente der
Lawinengefahren-Einschätzung
erneut zu hören. In
der Hoffnung
natürlich, die
erlernte
Verschütteten-Suche
nie anwenden zu
müssen – aber eben,
sollte man doch
einmal in eine
Situation kommen, in
der man diese
Kenntnisse braucht,
ist es entscheidend,
sie zu besitzen und
ab und zu geübt zu
haben. Solche
Lawinen-Ausbildungstage
sind deshalb eine
gute Sache und
sollten vielleicht
öfters durchgeführt
werden. Danke, Toni,
für die
professionellen
Instruktionen. Und
danke, Margrit und
René, für die
Gastfreundschaft.
Bericht: Madeleine
Bieri |