>PORTRAIT
>TOURENWESEN
>2010
>JO
>HUETTEN
>MITGLIEDER
>FOTOS
>LINKS
>HOME

 

Tourenberichte 2009
 

Lobhorn-Überschreitung  6. September 2009
(Ersatz fürs Rottal)

Teilnehmen: Remo von Allmen, Martin Schmied, Gerhard Huber, Werner Gisler

Tourenleiterin: Madeleine Bieri

Bergführer: Toni von Allmen

Die Rottal-Route auf die Jungfrau war auch heuer nichts. Pünktlich auf den geplanten Zeitpunkt gabs nach 3 Wochen Schönwetterperiode das erste Schäumchen Schnee. Die Rottal-Hexe, oder wer immer dort oben haust, scheint dem SAC Lauterbrunnen nicht wohl gesonnen zu sein...
Da zu Beginn der Saison ja auch die Lobhorn-Überschreitung nicht hatte stattfinden können, beschlossen wir, diese am Sonntag nachzuholen. Bei strahlend schönem aber kaltem Wetter stiegen wir morgens von Sulwald zur Alp Suls und zum Einstieg der Lobhörner. Teilweise war der Boden noch gefroren – aber leider nicht überall genug, um das Herumrutschen im stellenweise schlammigen Weg ganz zu vermeiden.
In drei Zweierseilschaften gings an die vertrauten Felsen der Lobhörner. Eigentlich sollte man nach X Überschreitungen die Felsnasen und –ecken alle mit Vornamen kennen, aber natürlich schafft man es trotzdem, sich das Knie anzuschlagen. An einer vorstehenden Felskante, von der man eigentlich ganz genau weiss, dass sie dort ist. Ansonsten gabs keine Schäden, auch nicht an der Flora, denn brav umgingen wir jedes der zahlreichen Edelweiss. Die sonne schien warm, die Luft war aber eindeutig herbstlich und die Fernsicht entsprechend toll – frisch überzuckert ergaben Eiger, Mönch und Jungfrau vom Lobhorngipfel aus ein Panorama, das an Kitsch kaum mehr zu überbieten war.
Natürlich machten wir beim Abstieg auch bei der Lobhornhütte Halt, tranken ein Süssmost (ehrlich!) und schauten den Fallschirmspringern über dem Tal zu. Anschliessen gings hinunter nach Sulwald – dabei begegneten wir einer grossen Sauerei: Die Leute von der Alp Suls waren dabei, zwei Dutzende Schweine ins Tal zu treiben. In Sulwald war noch Chilbi mit Musik, aber da Tanzen in den groben Bergschuhen nicht die beste Figur ergibt und die einzige Frau der Gruppe sowieso nicht tanzen kann (eigene Aussage), gondelten wir direkt ins Tal und waren ganz zufrieden mit dem Tag. Nicht die Tour, die wir geplant hatten, aber trotzdem schön.
Allerdings sollten nächstes Jahr wohl ein ganz anderer Tourenleiter und ein anderer Bergführer die Rottal-Tour organisieren. Die bisherigen Kombinationen brachten allen kein Glück.

Bericht: Madeleine Bieri

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

nach oben

© SAC Sektion Lauterbrunnen 2009