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Tourenberichte 2009
Lobhorn-Überschreitung
6. September 2009
(Ersatz fürs Rottal)
Teilnehmen: Remo von
Allmen, Martin
Schmied, Gerhard
Huber, Werner Gisler
Tourenleiterin:
Madeleine Bieri
Bergführer: Toni von
Allmen
Die Rottal-Route auf
die Jungfrau war
auch heuer nichts.
Pünktlich auf den
geplanten Zeitpunkt
gabs nach 3 Wochen
Schönwetterperiode
das erste Schäumchen
Schnee. Die
Rottal-Hexe, oder
wer immer dort oben
haust, scheint dem
SAC Lauterbrunnen
nicht wohl gesonnen
zu sein...
Da zu Beginn der
Saison ja auch die
Lobhorn-Überschreitung
nicht hatte
stattfinden können,
beschlossen wir,
diese am Sonntag
nachzuholen. Bei
strahlend schönem
aber kaltem Wetter
stiegen wir morgens
von Sulwald zur Alp
Suls und zum
Einstieg der
Lobhörner. Teilweise
war der Boden noch
gefroren – aber
leider nicht überall
genug, um das
Herumrutschen im
stellenweise
schlammigen Weg ganz
zu vermeiden.
In drei
Zweierseilschaften
gings an die
vertrauten Felsen
der Lobhörner.
Eigentlich sollte
man nach X
Überschreitungen die
Felsnasen und –ecken
alle mit Vornamen
kennen, aber
natürlich schafft
man es trotzdem,
sich das Knie
anzuschlagen. An
einer vorstehenden
Felskante, von der
man eigentlich ganz
genau weiss, dass
sie dort ist.
Ansonsten gabs keine
Schäden, auch nicht
an der Flora, denn
brav umgingen wir
jedes der
zahlreichen
Edelweiss. Die sonne
schien warm, die
Luft war aber
eindeutig herbstlich
und die Fernsicht
entsprechend toll –
frisch überzuckert
ergaben Eiger, Mönch
und Jungfrau vom
Lobhorngipfel aus
ein Panorama, das an
Kitsch kaum mehr zu
überbieten war.
Natürlich machten
wir beim Abstieg
auch bei der
Lobhornhütte Halt,
tranken ein Süssmost
(ehrlich!) und
schauten den
Fallschirmspringern
über dem Tal zu.
Anschliessen gings
hinunter nach
Sulwald – dabei
begegneten wir einer
grossen Sauerei: Die
Leute von der Alp
Suls waren dabei,
zwei Dutzende
Schweine ins Tal zu
treiben. In Sulwald
war noch Chilbi mit
Musik, aber da
Tanzen in den groben
Bergschuhen nicht
die beste Figur
ergibt und die
einzige Frau der
Gruppe sowieso nicht
tanzen kann (eigene
Aussage), gondelten
wir direkt ins Tal
und waren ganz
zufrieden mit dem
Tag. Nicht die Tour,
die wir geplant
hatten, aber
trotzdem schön.
Allerdings sollten
nächstes Jahr wohl
ein ganz anderer
Tourenleiter und ein
anderer Bergführer
die Rottal-Tour
organisieren. Die
bisherigen
Kombinationen
brachten allen kein
Glück.
Bericht: Madeleine
Bieri |