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Tourenberichte 2010
Neue Monte
Rosahütte, 2‘883 m,
am 04.09.2010
Teilnehmer : Althaus
Martin, Beatrice
Lengacher, Amstutz
Rosmarie, Stäger
Christopf, Simmen
Heinz, von Allmen
Marcel, Erwin und
Bruno Ritter, Feuz
Margrit und René,
Pfluger Yvette,
Rosmarie und Hans
Boss. Gäste :
Pfluger Fabienne,
Gaby Boss, Traugott
und Edith Stalder.
Nachdem auch die
letzten aufgewacht
sind kann die Fahrt
nach Kandersteg und
dann weiter bis nach
Täsch unter die
Räder genommen
werden. Hier
wechseln wir auf die
Bahn die uns mit
Umsteigen in Zermatt
Richtung Gornergrat
bis zum Rotenboden
auf 2‘815m bringt.
Bei schönem Wetter
nehmen wir den guten
Weg Richtung
Gletscher unter die
Füsse. Zuletzt geht
es über eine Leiter
und über Felsabsätze
hinunter zum
Gletscher. Wir sind
nicht die einzigen,
die an diesem
Samstag zur Hütte
wollen. Aber die
Ausrüstungstandard‘s
der Wanderer sind
sehr unterschiedlich
! Der gut markierte
Weg führt nun über
den Gletscher, zum
Teil mit Geröll
bedeckt, bis wir
etwas unterhalb der
alten Hütte den
Gletscher verlassen
um dann über Fels
und Moräne nach ca.
4 Stunden die neue
Hütte erreichen. Im
Zusammenhang mit dem
150 Jahr-Jubiläum
der ETH Zürich
begann die Idee
dieses
Hüttenneubaues.
Während 4 Semestern
erarbeiteten
Studierende
verschiedene
Entwürfe für eine
neue Hütte. Das an
einen Bergkristall
erinnernde Projekt
wurde zur
Weiterbearbeitung
ausgewählt. Die
Schwierigkeit war
nun die Umsetzung
des Entwurfes in die
Realität. Zum Voraus
war klar, dass das
Gebäude mit
möglichst wenig
Fremdenergie
auskommen sollte und
trotzdem einen
Komfort bieten
sollte. Auf Grund
der Lage im
Hochgebirge wurde
eine
Holzkonstruktion
gewählt, die als
einzelne Elemente im
Tal gefertigt werden
konnten, mit dem
Heli transportiert
und vor Ort
zusammengebaut
wurden. Der Unterbau
besteht aus einem
Betonkern und einer
Stahlkonstruktion.
Die Hütte weist eine
sehr hohe
Wärmedämmung auf
(Wände 30–36 cm
Isolation) und auch
die Gebäudetechnik
weist einen hohen
Standard auf. 90 %
des Enegiebedarfes
sollen mit
Solarenergie gedeckt
werden. Gekocht wird
jedoch mit Gas. Als
ergänzende
Stromquelle steht
ein
Blockheizkraftwerk
zur Verfügung. Die
Hütte wird
mechanisch belüftet.
Der Wasserbedarf
wird mit
Schmelzwasser aus
der Umgebung
gedeckt, im Sommer
gesammelt und in
einer Kaverne
gespeichert, damit
auch in Zeiten ohne
Schmelzwasser in der
Hütte fliessendes
Wasser zur Verfügung
steht. Das Abwasser
wird zum Teil wieder
aufbereiten und für
die Toilettenspülung
verwendet. Alle
verschiedenen
Komponenten werden
über eine komplexe
Steuerung geregelt.
Hier bestehen zur
Zeit noch gewisse
Probleme, da der
Besucherandrang weit
über den
angenommenen Zahlen
liegt und die
Regelung
entsprechend
optimiert und
angepasst werden
muss. Es würde
innerhalb dieses
Berichtes zu weit
führen, noch weitere
Details aufzuzählen.
Tatsache ist, dass
das Innere der Hütte
sehr gemütlich
wirkt, da sehr viel
Holz verbaut wurde.
Weitere Angaben sind
auch im Internet
unter
www.neuemonterosahuette.ch
zu finden. Ob eine
SAC-Hütte diesen
Komfort wirklich
braucht, ist eine
andere Frage. Diese
wird im SAC
demnächst
diskutiert, dazu
läuft in den
grösseren Hütten
auch eine Umfrage.
Den mit dem Komfort
steigen auch die
Baukosten der Neu-
und Umbauten
beträchtlich. Diese
Diskussion wird
geführt werden
müssen, denn die
Über-nachtungspreise
können nicht laufend
erhöht werden, um
die Kosten zu
decken. Nach einem
gemütlichen
Mittagshalt mit
individueller
Besichtigung müssen
wir den Rückweg über
Moräne, Gletscher
und Aufstieg zum
Rotenboden antreten
wo wir um 19.00
wieder den Zug nach
Zermatt und dann
weiter nach Täsch
besteigen. Die
Rückfahrt führt via
Lötschberg zurück
ins Oberland.
Bericht : Hans Boss
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