>PORTRAIT
>TOURENWESEN
>2010
>2011
>2012
>JO
>HUETTEN
>MITGLIEDER
>FOTOS
>LINKS
>HOME

 

Tourenberichte 2010

 

Neue Monte Rosahütte, 2‘883 m,  am 04.09.2010

Teilnehmer : Althaus Martin, Beatrice Lengacher, Amstutz Rosmarie, Stäger Christopf, Simmen Heinz, von Allmen Marcel, Erwin und Bruno Ritter, Feuz Margrit und René, Pfluger Yvette, Rosmarie und Hans Boss. Gäste : Pfluger Fabienne, Gaby Boss, Traugott und Edith Stalder.

Nachdem auch die letzten aufgewacht sind kann die Fahrt nach Kandersteg und dann weiter bis nach Täsch unter die Räder genommen werden. Hier wechseln wir auf die Bahn die uns mit Umsteigen in Zermatt Richtung Gornergrat bis zum Rotenboden auf 2‘815m bringt. Bei schönem Wetter nehmen wir den guten Weg Richtung Gletscher unter die Füsse. Zuletzt geht es über eine Leiter und über Felsabsätze hinunter zum Gletscher. Wir sind nicht die einzigen, die an diesem Samstag zur Hütte wollen. Aber die Ausrüstungstandard‘s der Wanderer sind sehr unterschiedlich ! Der gut markierte Weg führt nun über den Gletscher, zum Teil mit Geröll bedeckt, bis wir etwas unterhalb der alten Hütte den Gletscher verlassen um dann über Fels und Moräne nach ca. 4 Stunden die neue Hütte erreichen. Im Zusammenhang mit dem 150 Jahr-Jubiläum der ETH Zürich begann die Idee dieses Hüttenneubaues. Während 4 Semestern erarbeiteten Studierende verschiedene Entwürfe für eine neue Hütte. Das an einen Bergkristall erinnernde Projekt wurde zur Weiterbearbeitung ausgewählt. Die Schwierigkeit war nun die Umsetzung des Entwurfes in die Realität. Zum Voraus war klar, dass das Gebäude mit möglichst wenig Fremdenergie auskommen sollte und trotzdem einen Komfort bieten sollte. Auf Grund der Lage im Hochgebirge wurde eine Holzkonstruktion gewählt, die als einzelne Elemente im Tal gefertigt werden konnten, mit dem Heli transportiert und vor Ort zusammengebaut wurden. Der Unterbau besteht aus einem Betonkern und einer Stahlkonstruktion. Die Hütte weist eine sehr hohe Wärmedämmung auf (Wände 30–36 cm Isolation) und auch die Gebäudetechnik weist einen hohen Standard auf. 90 % des Enegiebedarfes sollen mit Solarenergie gedeckt werden. Gekocht wird jedoch mit Gas. Als ergänzende Stromquelle steht ein Blockheizkraftwerk zur Verfügung. Die Hütte wird mechanisch belüftet. Der Wasserbedarf wird mit Schmelzwasser aus der Umgebung gedeckt, im Sommer gesammelt und in einer Kaverne gespeichert, damit auch in Zeiten ohne Schmelzwasser in der Hütte fliessendes Wasser zur Verfügung steht. Das Abwasser wird zum Teil wieder aufbereiten und für die Toilettenspülung verwendet. Alle verschiedenen Komponenten werden über eine komplexe Steuerung geregelt. Hier bestehen zur Zeit noch gewisse Probleme, da der Besucherandrang weit über den angenommenen Zahlen liegt und die Regelung entsprechend optimiert und angepasst werden muss. Es würde innerhalb dieses Berichtes zu weit führen, noch weitere Details aufzuzählen. Tatsache ist, dass das Innere der Hütte sehr gemütlich wirkt, da sehr viel Holz verbaut wurde. Weitere Angaben sind auch im Internet unter www.neuemonterosahuette.ch zu finden. Ob eine SAC-Hütte diesen Komfort wirklich braucht, ist eine andere Frage. Diese wird im SAC demnächst diskutiert, dazu läuft in den grösseren Hütten auch eine Umfrage. Den mit dem Komfort steigen auch die Baukosten der Neu- und Umbauten beträchtlich. Diese Diskussion wird geführt werden müssen, denn die Über-nachtungspreise können nicht laufend erhöht werden, um die Kosten zu decken. Nach einem gemütlichen Mittagshalt mit individueller Besichtigung müssen wir den Rückweg über Moräne, Gletscher und Aufstieg zum Rotenboden antreten wo wir um 19.00 wieder den Zug nach Zermatt und dann weiter nach Täsch besteigen. Die Rückfahrt führt via Lötschberg zurück ins Oberland.

Bericht : Hans Boss







nach oben

© SAC Sektion Lauterbrunnen 2010