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Tourenberichte 2010

 

Ofenhorn, Binntal, 3235 m,  am 17./18.07.2010

Teilnehmer : Andreas von Allmen, Katrin Leicht, Stefanie Felgenhauer, Margrit und René Feuz, Werner Gisler, Marcel von Allmen, Daniela Zumstein, Matthias Zimmermann, Rosmarie und Hans Boss.

Samstag, 17.07. Von Interlaken fahren wir über Grimsel – Fiesch – nach Fäld im Binntal. Hier ist die öffentliche Strasse zu Ende. Wir steigen alle um ins Taxi. Johann Schmidt fährt uns über die Bergstrasse über Chiestafel bis Wolfslecher auf ca. 2080 m. Hier ist nun endgültig Schluss mit Fahren, wir schultern unsere Säcke und steigen gemütlich zur Mittlenbärghütte auf 2395 m, eine ehemalige kleine Militärunterkunft, die vom heutigen Eigentümer zu einer kleinen, heimeligen Berghütte umgebaut wurde. Das Wetter hält sich gut, der Regen kommt erst, nachdem wir schon lange in der Hütte an der Wärme sitzen und das gute Nachtessen, das uns Pia, die Hüttenwartin serviert, geniessen. Sonntag, 18.07. Tagwache um 04.45, das Wetter hat sich gebessert, wohl hat es noch Nebel, die Aussichten sind aber gut. Um 05.30 starten wir bei der Hütte, über eine recht guten Weg geht es Richtung Osten, unserem Ziel entgegen. Bald schon kommen wir aus dem Nebel, und ein strahlender, aber kühler Morgen zeigt sich. Auf ca. 2690 müM erreichen wir den TälliGletscher. Marschhalt, Kappe über die Ohren, Anseilen, Steigeisen montieren und gemächlich geht es über den zu Teil noch aperen Gletscher zum Hohsandjoch auf 2900 m. Dank dem Kälteeinbruch der letzten Nacht ist der Schnee fest gefroren, ideale Verhältnisse, so dass wir sehr gut vorwärtskommen. Vom Hohsandjoch geht’s nun ansteigend Richtung Südosten über den Ghiacciaio del Sabbione und weiter über die Nordostflanke über Gletscher und Schnee zum Gipfel auf 3235 m. Die Aussicht ist grossartig : Es grüssen im Südosten die Bündnerberge dann die Glarner und Innerschweizer Gipfel, die Berneralpen weiter die Walliser- und im Süden die Tessinergipfel. Auf dem Gipfel ist es frisch und es weht ein kalter Wind. Trotzdem geniessen wir die Gipfelrast. Nochmals geniessen wir den Rundblick und steigen dann über die Aufstiegsspur zurück durch die Flanke zum Hohsandjoch bis zum Gletscherende. Hier ist es nun recht warm, wir seilen los, versorgen Anseilgurten, Steigeisen und Seil, und steigen ab zur Hütte zu Kaffee und Kuchen. Der Abstieg zur Strasse ist bald zurückgelegt und das Taxi bringt uns, nach einer erholsamen Wartepause, in der wir unzählige blaue Schmetterlinge bewundern, zurück nach Fäld zum Parkplatz. Von hier geht die Heimfahrt zurück über den Grimselpass ins Oberland.

Bericht : Hans Boss


 


 


 


 


 


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© SAC Sektion Lauterbrunnen 2010