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Tourenberichte 2006

 

Wildstrubel, 3243 müM, 09./10. September 2006

Teilnehmer: Margrit und Rene Feuz, Rosmarie Amstutz, Marcel von Allmen, Rosmarie und Hans Boss

Kurz vor der Abfahrt in Interlaken wird Marcel doch noch über unser definitives Tourenziel orientiert. Da die Cavardiras-Hütte (Ausgangspunkt für den vorgesehene Tour auf den Oberalpstock) wegen Umbau geschlossen wurde, musste ein anderes Ziel gesucht werden.
So fahren wir nun nach der "Länk, dänk". Mit dem Bus geht's weiter hinauf zur Iffigenalp. Hier beginnt der 3 112 stündige, abwechslungsreiche Aufstieg zur Wildstrubelhütte. Die Hütte wurde Anfangs Juli nach einer längeren Um- und Erweiterungsphase eingeweiht. Als Geschenk von der Sektion Lauterbrunnen haben Rene und ich zur Einweihung eine Wetterstation hinaufgetragen. Die alte Hütte, Baujahr 1928 wurde unter Aufsicht der Denkmalpflege erneuert. Mit viel Arbeit wurde sie isoliert und renoviert, sowie eine Lüftung eingebaut. Hier sind nun die 3 gemütlichen Aufenthaltsräume und im oberen Stock 3 Schlafräume eingerichtet. Nördlich davon, durch einen kurzen, gläsernen Zwischenbau getrennt wurde der Neubau erstellt. In diesem 4-stöckigen Neubau sind im untersten Stock die Technikräume (die Hütte ist schon längere Zeit am elektr. Netz angeschlossen), die Wassertanks, die Lüftungszentrale und die Kompostieranlage der WC-Räume. Im nächsten Stock sind 3 Schlafräume mit je 8 Plätzen, der Winter-Aufenthaltsraum und die Toilettenanlage. Im eigentlichen Erdgeschoss ist die grosse Küche und die Räume des Hüttenwartes untergebracht. Im Dachstock sind weitere Schlafräume. Alle Schlafplätze sind, wie heute üblich, mit nordischen Duvets ausgestatten (Hans und Heidi, stellt euch das vor!). Die Hütte ist wirklich zu empfehlen.
Am Sonntagmorgen ist es leicht bewölkt, als wir zu unserer Tour aufbrechen. Nach einem kurzen Aufstieg steigen wir schon wieder ab auf den Gletscher der Plaine Morte, den wir queren um dann über Wegspuren hinauf zum Gipfel zu steigen. Kurz nach 10.00 erreichen wir unser Ziel, den westlichen Gipfel des Wildstrubeis 3243 müM, den Lenker-Strubel. Trotz Bewölkung geniessen wir die Sicht auf viele Gipfel vom Schilthorn bis zu den Walliseralpen und ins Saanenland.
Der Abstieg führt eine Weile über den Aufstiegsweg zurück, bevor wir nach Norden Richtung Lenk abzweigen. Bis auf ca. 2400 müM führt der Weg über Geröllhalden hinunter, man könnte fast glauben, der Aushub der NEAT sei hier oben deponiert worden. Wem dieser Abstieg zu lang ist (Gipfel bis Hotel Simmenfälle sind es immerhin 2'130 Höhenmeter ) der kann zurück zur Plaine Morte bis zur Bergstation und mit der Seilbahn nach Montana hinunter fahren. Wir steigen aber weiter ab. Beim Ruhseeli, einem wunderschönen Bergseelein in schöner Umgebung machen wir einen ausgiebigen Halt. Weiter führt der Abstieg (weiss-rotweiss markiert) über zwei grosse Felsstufen hinunter zum Rezliberg. Hier, bi de siebe Brünne, beginnt die Simme ihren Lauf in die weite Welt. Weiter führt der nun breite Weg den Simmenfällen entlang hinunter zum Hotel Simmenfälle. Nach dem grossen Durstlöschen beenden wir die abwechslungsreiche Tour mit einer feinen Glace. Allen Teilnehmern herzlichen Dank für das gemütliche Wochenende.

Der Tourenleiter: Hans Boss

 

 

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© SAC Sektion Lauterbrunnen 2007